Suchmaschinenoptimierung ist für Hotels eigentlich Pflicht. Mit der eigenen Webseite gefunden zu werden, ist für viele Hoteliers überlebenswichtig. Der Verband Internet Reisevertrieb spricht von einer Steigerung von 40% bei Online Buchungen im Jänner 2011. Nach dem Einstieg von Google in den Markt der Buchungsmaschinen (Hotels lassen sich jetzt direkt über Google Places buchen) ist ein gutes Ranking in den relevanten Suchmaschinen (oder um es klarer auszudrücken: Ein gutes Ranking bei Google!) wichtiger denn je.
Laut einer Studie von Tiscover haben 45% der sogenannten “Best Ager” also Personen zwischen 55 und 65 Jahren bereits einmal online gebucht. Wir sprechen hier von einer Zielgruppe, auf die bisher in vielen Online-Konzepten von Hotels nur spärlich eingegangen wurde.
Suchmaschinenoptimierung für Hotels wird schwieriger, je mehr Konkurenz sich am heimischen Markt tummelt. Ein Hotel in Elixhausen (eine kleine Gemeinde am Rand von Salzburg) wird unter dem Begriff “Hotel Elixhausen” sicher sehr gut gefunden. Doch wer sucht nach einem Hotel in Elixhausen? Wenn man sich die für ein Hotel in dieser Region interessanten Keywords ansieht, ist der Wettbewerb für “Hotel Salzburg Stadtrand” oder “Hotel Salzburg” schon erheblich höher.
Kleine Hotels bleiben hier aufgrund ihrer begrenzten Marketing Budgets häufig auf der Strecke. Gerade diese kleinen und mittelgroßen Hotels, die oft über 3 oder 4 Sterne verfügen, müssen aber tief in die Marketing-Trickkiste greifen, um online erfolgreich zu sein.
Eine Alternative wäre, ganz auf die Suchmaschinenoptimierung der eigenen Webseite zu verzichten, und nur auch Buchungen über die großen Hotelportale wie booking.com oder HRS zu setzen. Hotelprotale verlangen eine Provision rund 10% (die Provisionen variieren je nach Anbieter) und man wird ins Programm aufgenommen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass der Preiskampf unter den Hotels auf diesen Portalen mörderisch ist. Der Kunde bucht oft das günstigste verfügbare Hotel in der gweünschten Kategorie. Die Hotels werden dadurch direkt (oder auch nicht, denn der Standard kann nie direkt verglichen werden) vergleichbar. Durch das System der Bewertungen für Hotels kommt zwar mehr Transparenz ins Spiel. Gebucht wird trotzdem häufig über den Preis.
Gehen wir von einem Hotel mit 30 Betten aus. Der Anteil an online Buchungen liegt aktuell bei rund 70%. Bei angenommenen 500 Übernachtungen im Monat, sollten also 350 Zimmer online gebucht werden. Bei einem moderaten Zimmerpreis von 60€ und 10% Provision für ein Hotelportal sind das monatliche Kosten in der Höhe von 2.100€ monatlich, was jährlichen Ausgaben von 25.200€ entspricht.
Wenn dieser fiktive Hotellier es schaffen würde, jede zweite Buchung direkt über seine eigene Webseite zu generieren, würde er sich 12.600€ pro Jahr sparen. Suchmaschinenoptimierung wäre hier bares Geld wert!
Mehr Informationen zu Thema:
http://markusschauer.wordpress.com/2010/07/12/trend-zur-online-buchung-ungebrochen/

Suchmaschinenoptimierung ist im Tourismus sicher überlebenswichtig. Wartet nur ab, was passiert, wenn man über Google Places Hotels buchen kann.